Boogie Woogie

Boogie Woogie – 4/4 – USA – ca. 1920

Boogie Woogie ist der Name für eine Musikrichtung und verschiedene Tanzstile aus den 1930er bis1960er Jahren. In den USA ist Boogie Woogie die Bezeichnung für Vernacular Solo-Jazzschritte. In Europa versteht man unter Boogie Woogie einen 6-Count Tanzstil, der eine Weiterentwicklung von Jitterbug, Lindy Hop und Rock’n’Roll der 50er Jahre ist, die die GIs mit nach Deutschland brachten. Boogie Woogie ist bekannt für seine eindrucksvolle und vielseitige Fußarbeit. Neben unzähligen Hobbytänzern gibt es auch hochkarätige internationale Turniertänzer. Boogie Woogie wird hauptsächlich zu Musik der späten 40er und 50er Jahre getanzt (z.B. Boogie Woogie, Rhythm’n’Blues, Rock’n’Roll, Rockabilly, Jive). Er erlaubt viel Freiraum für persönliches Styling und Improvisation und ist reich an typischen Figuren und Schritten, die in viele andere Tanzstile übernommen wurden. Andererseits wurden in den letzten Jahren auch viele Figuren aus anderen Swingtänzen in den Boogie Woogie integriert. Im Gegensatz zum Rock’n Roll gibt es im Boogie Woogie keine Sprungschritte im Grundschritt.

Boogie-Woogie ist ein Solo-Klavierstil, der im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts in den USA entstand. Vorläufer war das sogenannte Barrelhouse Piano, ein einfacher ländlicher Klavierstil, in dem bereits um die Mitte des 19. Jahrhunderts schwarze Bluesmusiker ihren Stil von der Gitarre auf das Klavier übertrugen.

Zuletzt aktualisiert am 28.08.2018 von Büro + Webdesign GmbH.

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